100 Jahre Alzheimer-Forschung

AugusteD

 

 

 

„Wie heißen Sie ?“

„ Auguste.“

„ Familienname?“

„ Auguste.“

„ Wie heißt Ihr Mann ?“

„ Ich glaube Auguste.“

 

 

 

 

So beginnt am 25.November 1901 die folgenschwere Befragung der Patientin Auguste D. in der Anstalt für Irre und Epileptische in Frankfurt am Main.

Mit Ihrem Tod am 8. April 1906 beginnt die Erforschung ihrer sonderbaren Erkrankung. In Frankfurt wird der Toten das Zentralnervensystem entnommen und nach München zu dem Arzt, der sie in Frankfurt untersucht behandelt hat, gebracht. Der Arzt heißt Alois Alzheimer und arbeitet 1906 als Oberarzt in der Königlichen Psychiatrischen Universitätsklinik in München.

 

Alzheimer Raum alt

In diesem Raum untersucht Alois Alzeimer das Gehirn von Auguste D.und stellt bisher unbekannte Veränderungen fest.

Am 3.November 1906 berichtet er auf der 37. Versammlung der Südwestdeutschen Irrenärzte in Tübingen erstmals öffentlich über seine Beobachtungen.

1910 wird die Bezeichnung Alzheimersche Krankheit erstmals im Lehrbuch der Psychiatrie von Kraepelin verwendet.

1912 geht Alzheimer nach Breslau.

1915 stirbt Alois Alzheimer durch Nierenversagen.


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Mehr über Alois Alzheimer, sein Leben, seine Arbeit und die Entwicklung der Psychiatrie in Deutschland sind im dem sehr lesenswerten Buch der Hirnliga-Mitglieder Konrad und Ulrike Maurer "Alzheimer" zu finden.

Prof. Konrad Maurer ist der Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik der Universität Frankfurt. Im Jahr 1995 fand er die Krankenakte von Auguste D. Seine Frau Ulrike hat die Renovierung des Geburtshauses von Alois Alzheimer in Marktbreit in der Nähe von Würzburg geleitet.

Das Buch "Alzheimer" erschien 1998 und ist jetzt auch als Taschenbuch beim Piper-Verlag erhältlich (ISBN 3-492-04061-6).

Nach dem großen Erfolg eines WDR-Hörspiels der Maurers Ende der 90er Jahre entstand unter Mitarbeit von Ulrike Hofmann schließlich eine Bühnenfassung : Die Akte Auguste D.


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So sieht der Raum, in dem die Alzheimerforschung begann, heute aus.

In der Mitte der Wand eine Büste von Alois Alzheimer, in den Glasvitrinen u.a. die Kranken-Akte sowie mikroskopische Präpararte der zweiten von Alzheimer dokumentierten Krankengeschichte, dem Fall Johann F.

 

Aus Anlaß des hundertjährigen Bestehens der Psychiatrischen Klinik der Ludwig-Maximilians-Universität in München wurde das Gebäude sehr aufwendig und stilgerecht renoviert und modernisiert.

 

Der Alzheimer Raum dient heute u.a. als Konzert Saal oder als Tagungsraum. So wurde hier unter anderem der Hirnliga Preis verliehen.