Willkommen bei der Hirnliga

Wir freuen uns, dass Sie sich für die Hirnliga interessieren. Die Hirnliga ist ein gemeinnütziger Verein zum Zwecke der Unterstützung der Alzheimer-Forschung und der Beratung von an Alzheimer erkrankten Menschen sowie deren Angehörigen. 

 

Die Manfred-Strohscheer-Stiftung fördert mit 100.000 Euro die Alzheimer-Forschung

Boris Rauchmann, Klinik für Radiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und 

Dr. Matthias Brendel, Klinik für Nuklearmedizin der LMU

in Kooperation mit Dr. Daniel Keeser, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU und

PD Dr. Johannes Levin, Klinik für Neurologie der LMU

erhalten die Förderung für ihr Projekt

 

Activity of Cerebral Networks, Amyloid and Microglia in Alzheimer’s Disease (ActiGliA)

 

Weitere Informationen erhalten Sie ->hier

Welt-Alzheimertag 2018

Klinische Forschung mit öffentlichen Mitteln fördern

„Eine der wichtigsten Leistungen der klinischen Alzheimerforschung der vergangenen Jahre besteht darin, dass diese neurodegenerative Erkrankung heute mit Hilfe von sogenannten Biomarkern schon im Stadium einer leichten kognitiven Störung diagnostiziert werden kann, deutlich bevor die geistigen Fähigkeiten so stark eingeschränkt sind, dass bereits eine Demenz vorliegt. Darauf gilt es aufzubauen und therapeutische Möglichkeiten zu erforschen, die möglichst lange verhindern, dass Betroffene mit leichter kognitiver Störung das Vollbild einer Alzheimer Demenz entwickeln.

 

Um dies zu erreichen bedarf es besonders auf dem Gebiet der klinischen Forschung, d.h. der Forschung mit Betroffenen, einer erhöhten Anstrengung und einer deutlich größeren finanziellen Unterstützung der öffentlichen Hand. Klinische Forschung ist besonders aufwendig, schwierig und anspruchsvoll, aber erst wenn Menschen mit leichter kognitiver Störung von Therapien deutlich profitieren, kann von einem Durchbruch gesprochen werden“, so Frau Prof. Isabella Heuser, die Vorsitzende der Hirnliga e.V., auf der Pressekonferenz zum Welt-Alzheimertag 2018.

 

Pressemitteilung zum Welt-Alzheimertag 2018: Demenz - dabei und mittendrin

Europäische Zulassungsbehörde greift Forderungen der Hirnliga zur Entwicklung neuer Alzheimer-Medikamente auf

Ende Februar hat die Europäische Zulassungsbehörde EMA eine für die klinische Alzheimerforschung , d.h. die Medikamentenerprobung am Patienten, wichtige neue Leitlinie veröffentlicht ("Guideline on the clinical investigation of medicines for the treatment of Alzheimer's disease").

 

Zum Nachweis der Wirksamkeit muss das zu untersuchende Medikament mit einem Scheinmedikament (Plazebo), das keinen Wirkstoff enthält, verglichen werden. Dies führt dazu, dass Patienten, die Plazebo bekommen, während der Zeit einer Studie kein wirksames Medikament erhalten. Die EMA hatte geplant, dass Plazebos über deutlich längere Zeiträume gegeben werden müssen, um auch Langzeitwirkungen zu untersuchen.

 

Die in der Hirnliga organisierten deutschen Alzheimerforscher haben sich nachdrücklich dafür eingesetzt, dass bei zukünftigen Studien zur symptomatischen Behandlung der leichten und mittelschweren Demenzen dies dahingehend verändert wird, dass Studien auch ohne Plazeboarm durchgeführt werden dürfen. 

 

"Wir freuen uns sehr, dass die EMA die Forderungen der Hirnliga z. T. aufgegriffen hat. Es werden jetzt keine Placebo-kontrollierten 12 Monats-Studien mehr gefordert. Damit erhalten dann mehr Patienten bei Medikamentenstudien eine (hoffentlich) wirksame Behandlung", so Prof. Isabella Heuser, Vorsitzende der Hirnliga e.V. (Mitteilung vom 14.03.2018)

 

Guideline on the clinical investigation of medicines for the treatment of Alzheimer’s disease vom 22.02.2018

Stellungnahme der Hirnliga zum EMA-Entwurf vom 30.07.2017

Ist das BACE-Hemmer Prinzip nicht erfolgreich zur Behandlung der Alzheimer-Erkrankung?

Erneut wurde die Hoffnung gedämpft, dass ein baldiger Durchbruch beim Bemühen der klinischen Forschung ein neues Medikament zur Behandlung der Alzheimererkrankung zu etablieren zu erwarten ist. Wieder musste die Öffentlichkeit eine enttäuschende Pressemitteilung hören: Die Firma MSD Sharp&Dohme teilte mit, dass sie ihre Phase-3 APECS Studie auf Rat des externen Data - Monitoring Committee vorzeitig beendet Pressemitteilung. Grund für diese Entscheidung sei das Ergebnis einer geplanten Zwischenanalyse, welche ergeben habe, dass ein Behandlungserfolg des BACE-Hemmer Verubecestat nicht mehr zu erwarten sei. BACE-Hemmer sind Substanzen, die bestimmte  "molekulare Scheren" daran hindern sollen, toxische Amyloid-Stücke aus dem größeren Vorläuferprotein herauszuschneiden. Auf diese Weise, so die Hypothese, soll das Fortschreiten der Neurodegeneration, welches ursächlich für die Alzheimer Demenz ist, begrenzt werden. Derzeit laufen mehrere weitere Studien von anderen Firmen zu der Wirksamkeit von BACE-Hemmer bei frühen und präklinischen Stadien der Alzheimererkrankung. Es bleibt abzuwarten, wie diese ausgehen werden. (Mitteilung vom 15.02.2018)

Pharmakonzern Pfizer beendet Alzheimer Forschung

Einer der weltgrößten Pharmakonzerne, die amerikanische Firma Pfizer, hat bekanntgegeben, die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. der Alzheimer Erkrankung, einzustellen und 300 Mitarbeitern zu kündigen.

 

„Das ist eine höchst enttäuschende Mitteilung, denn damit verlässt eine der größten forschenden Pharmafirmen einen besonders wichtigen Bereich der Hirnforschung und versetzt der Arzneimittelforschung nach einer ursachenbezogenen medikamentösen Behandlung der Alzheimer Demenz einen schweren Schlag“, so Frau Prof. Isabella Heuser, Berlin, Vorsitzende der Hirnliga e. V., der Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher. “Die Forschung geht trotzdem weiter voran, wenn auch die Euphorie über eine baldig verfügbare kausale Behandlung längst verflogen ist. Die wichtige Leistung der klinischen Alzheimer Forschung der vergangenen Jahre besteht darin, dass die Alzheimererkrankung heute bereits im Stadium einer leichten kognitiven Störung diagnostiziert werden kann, deutlich bevor die geistigen Fähigkeiten stark eingeschränkt sind und eine Demenz vorliegt. Die pharmakologische Forschung zielt mit zurzeit laufenden, großen, weltweiten Studien auf diese ganz frühen Manifestationen der neurodegenerativen Erkrankungen ab, die ersten Ergebnisse werden frühestens 2019 erwartet. Es gilt aber weiterhin neue, bislang nicht ausreichend untersuchte therapeutische Möglichkeiten zu erforschen. Ob dies allein mit der Hilfe der pharmazeutischen Industrie möglich ist wird immer fraglicher. Jetzt wird deutlich mehr öffentlich finanzierte Forschung gebraucht“, so das Resümee von Frau Prof. Heuser. (Mitteilung vom 12.01.2018)

 

Hirnliga-Symposium: 30 Jahre Demenzforschung in Deutschland

Am Freitag, den 19.05.2017, fand in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Berlin, anlässlich des 30-jährigen Hirnliga e.V.-Jubiläums, ein Symposium statt. Zum Bericht...