Willkommen bei der Hirnliga

Wir freuen uns, dass Sie sich für die Hirnliga interessieren. Die Hirnliga ist ein gemeinnütziger Verein zum Zwecke der Unterstützung der Alzheimer-Forschung und der Beratung von an Alzheimer erkrankten Menschen sowie deren Angehörigen. 

 

Welt-Alzheimertag 2019

Forscher fordern Ausbau der klinischen Forschung

Die klinische Therapieforschung, direkt am Patienten, ist enorm aufwändig: Die Erkrankung verläuft über viele Jahre, die meisten Patienten sind schon älter und auch noch anderweitig behandlungsbedürftig und die Studien dauern in der Regel 18 Monate. „Um wirkliche Fortschritte  zu erreichen, muss die klinische Forschung personell und finanziell nachhaltig ausgebaut werden“, so Prof. Isabella Heuser. 

Mehr dazu in der Pressemitteilung zum Welt-Alzheimertag 2019

Manfred-Strohscheer-Stiftung fördert 2019 erneut Alzheimer-Forschung mit € 100.000

Sind Depressionen erste klinische Zeichen einer sich entwickelnden Demenz?

 

Es wird immer wieder vermutet, dass es einen Zusammenhang zwischen der Entstehung von Depressionen und Demenzen gibt. Allerdings existieren dazu keine eindeutigen wissenschaftlichen Ergebnisse. Mit Hilfe des von der Hirnliga e.V. vergebenen Stipendiums der Manfred-Strohscheer-Stiftung soll mehr Licht ins Dunkel gebracht werden.

 

Pressemitteilung zur Manfred-Strohscheer-Stiftung 2019

 

Projektskizze Dr. Xiaochen Hu

 

Die Hirnliga im Deutschen Bundestag

Schon in Bonn hat die Hirnliga immer wieder Parlamentarischer Abend

die Mitglieder des Deutschen Bundestages über den aktuellen Wissensstand
zur Erkrankung, Vorbeugung und Therapie-Forschung informiert.

Am Donnerstag, den 14. März 2019 war die Hirnliga auf Einladung des Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses, Herrn Erwin Rüddel, MdB in der Parlamentarischen Gesellschaft erneut zu Gast.

 

Der parlamentarische Abend mit dem Thema

Die Herausforderung Alzheimer-Krankheit:
Stand und Perspektiven der Forschung

wurde in Kooperation mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. durchgeführt.

Neun Abgeordnete des Deutschen Bundestages sowie mehrere wissenschaftliche Mitarbeiter aus den Fraktionen kamen und diskutierten angeregt mit den anwesenden Alzheimer-Forschern. 

 

Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis verliehen

Franzmeier PreisverleihungNicolai Franzmeier vom Institut für Schlaganfall und Demenzforschung (ISD) der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde am 14.03.2019 durch die Stifterin Frau Dr. Trude-Lotte Steinberg-Krupp der Steinberg-Krupp-Alzheimer-Forschungspreis verliehen. Er erhielt den Preis in Anerkennung seiner Forschung, u.a. für folgende Publikation:
 

Franzmeier, N., et al., Neurology, 88(11)

 

Left frontal cortex connectivity underlies cognitive reserve in prodromal Alzheimer disease.


Hier finden Sie eine Kurzbeschreibung

Die Manfred-Strohscheer-Stiftung fördert mit 100.000 Euro die Alzheimer-Forschung

Boris Rauchmann, Klinik für Radiologie der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) und 

Dr. Matthias Brendel, Klinik für Nuklearmedizin der LMU

in Kooperation mit Dr. Daniel Keeser, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der LMU und

PD Dr. Johannes Levin, Klinik für Neurologie der LMU

Weitere Informationen finden Sie hier

Europäische Zulassungsbehörde greift Forderungen der Hirnliga zur Entwicklung neuer Alzheimer-Medikamente auf

Ende Februar hat die Europäische Zulassungsbehörde EMA eine für die klinische Alzheimerforschung , d.h. die Medikamentenerprobung am Patienten, wichtige neue Leitlinie veröffentlicht ("Guideline on the clinical investigation of medicines for the treatment of Alzheimer's disease").

 

Zum Nachweis der Wirksamkeit muss das zu untersuchende Medikament mit einem Scheinmedikament (Plazebo), das keinen Wirkstoff enthält, verglichen werden. Dies führt dazu, dass Patienten, die Plazebo bekommen, während der Zeit einer Studie kein wirksames Medikament erhalten. Die EMA hatte geplant, dass Plazebos über deutlich längere Zeiträume gegeben werden müssen, um auch Langzeitwirkungen zu untersuchen.

 

Die in der Hirnliga organisierten deutschen Alzheimerforscher haben sich nachdrücklich dafür eingesetzt, dass bei zukünftigen Studien zur symptomatischen Behandlung der leichten und mittelschweren Demenzen dies dahingehend verändert wird, dass Studien auch ohne Plazeboarm durchgeführt werden dürfen. 

 

"Wir freuen uns sehr, dass die EMA die Forderungen der Hirnliga z. T. aufgegriffen hat. Es werden jetzt keine Placebo-kontrollierten 12 Monats-Studien mehr gefordert. Damit erhalten dann mehr Patienten bei Medikamentenstudien eine (hoffentlich) wirksame Behandlung", so Prof. Isabella Heuser, Vorsitzende der Hirnliga e.V. (Mitteilung vom 14.03.2018)

 

Guideline on the clinical investigation of medicines for the treatment of Alzheimer’s disease vom 22.02.2018

Stellungnahme der Hirnliga zum EMA-Entwurf vom 30.07.2017

Ist das BACE-Hemmer Prinzip nicht erfolgreich zur Behandlung der Alzheimer-Erkrankung?

Erneut wurde die Hoffnung gedämpft, dass ein baldiger Durchbruch beim Bemühen der klinischen Forschung ein neues Medikament zur Behandlung der Alzheimererkrankung zu etablieren zu erwarten ist. Wieder musste die Öffentlichkeit eine enttäuschende Pressemitteilung hören: Die Firma MSD Sharp&Dohme teilte mit, dass sie ihre Phase-3 APECS Studie auf Rat des externen Data - Monitoring Committee vorzeitig beendet Pressemitteilung. Grund für diese Entscheidung sei das Ergebnis einer geplanten Zwischenanalyse, welche ergeben habe, dass ein Behandlungserfolg des BACE-Hemmer Verubecestat nicht mehr zu erwarten sei. BACE-Hemmer sind Substanzen, die bestimmte  "molekulare Scheren" daran hindern sollen, toxische Amyloid-Stücke aus dem größeren Vorläuferprotein herauszuschneiden. Auf diese Weise, so die Hypothese, soll das Fortschreiten der Neurodegeneration, welches ursächlich für die Alzheimer Demenz ist, begrenzt werden. Derzeit laufen mehrere weitere Studien von anderen Firmen zu der Wirksamkeit von BACE-Hemmer bei frühen und präklinischen Stadien der Alzheimererkrankung. Es bleibt abzuwarten, wie diese ausgehen werden. (Mitteilung vom 15.02.2018)

Pharmakonzern Pfizer beendet Alzheimer Forschung

Einer der weltgrößten Pharmakonzerne, die amerikanische Firma Pfizer, hat bekanntgegeben, die Forschung und Entwicklung neuer Medikamente im Bereich der neurodegenerativen Erkrankungen, wie z.B. der Alzheimer Erkrankung, einzustellen und 300 Mitarbeitern zu kündigen.

 

„Das ist eine höchst enttäuschende Mitteilung, denn damit verlässt eine der größten forschenden Pharmafirmen einen besonders wichtigen Bereich der Hirnforschung und versetzt der Arzneimittelforschung nach einer ursachenbezogenen medikamentösen Behandlung der Alzheimer Demenz einen schweren Schlag“, so Frau Prof. Isabella Heuser, Berlin, Vorsitzende der Hirnliga e. V., der Vereinigung der deutschen Alzheimerforscher. “Die Forschung geht trotzdem weiter voran, wenn auch die Euphorie über eine baldig verfügbare kausale Behandlung längst verflogen ist. Die wichtige Leistung der klinischen Alzheimer Forschung der vergangenen Jahre besteht darin, dass die Alzheimererkrankung heute bereits im Stadium einer leichten kognitiven Störung diagnostiziert werden kann, deutlich bevor die geistigen Fähigkeiten stark eingeschränkt sind und eine Demenz vorliegt. Die pharmakologische Forschung zielt mit zurzeit laufenden, großen, weltweiten Studien auf diese ganz frühen Manifestationen der neurodegenerativen Erkrankungen ab, die ersten Ergebnisse werden frühestens 2019 erwartet. Es gilt aber weiterhin neue, bislang nicht ausreichend untersuchte therapeutische Möglichkeiten zu erforschen. Ob dies allein mit der Hilfe der pharmazeutischen Industrie möglich ist wird immer fraglicher. Jetzt wird deutlich mehr öffentlich finanzierte Forschung gebraucht“, so das Resümee von Frau Prof. Heuser. (Mitteilung vom 12.01.2018)

 

Hirnliga-Symposium: 30 Jahre Demenzforschung in Deutschland

Am Freitag, den 19.05.2017, fand in der Kaiserin-Friedrich-Stiftung, Berlin, anlässlich des 30-jährigen Hirnliga e.V.-Jubiläums, ein Symposium statt. Zum Bericht...